4. Erlanger Kristallabor-Symposium

Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB

Erlanger Kristallzüchter feierten mit Freunden und Förderern

Am 20. Januar 2012 trafen sich am Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB die Erlanger Kristallzüchter, darunter viele Ehemalige sowie Freunde und Förderer der Erlanger Kristallzüchtung zum 4. Kristallabor-Symposium, um den 70. Geburtstag von Professor Georg Müller zu feiern.

In dem Symposium wurde auf den Werdegang des Forschers und Hochschullehrers Georg Müller und dessen Erfolge zurückgeblickt. Georg Müller, geboren 1941 in Fürth, studierte Physik an der Universität Erlangen-Nürnberg und wurde hier 1974 promoviert. 1986 erfolgte die Habilitation, 1988 die Ernennung zum Professor am Erlanger Institut für Werkstoffwissenschaften (Werkstoffe der Elektrotechnik). Von 1999 bis 2003 leitete er darüber hinaus die Abteilung Kristallzüchtung am Fraunhofer IISB in Erlangen. Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt des Hochschullehrers ist Georg Müller als freiberuflicher Berater aktiv.

Professor Georg Müller hat über 30 Jahre die internationale Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Massivkristallzüchtung maßgeblich mitgeprägt. Zu nennen sind hier beispielsweise seine Beiträge zum Verständnis der Konvektionsvorgänge bei der Schmelzzüchtung und die Entwicklung der VGF- (Vertical-Gradient-Freeze) Technologie. Als Mitglied und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Kristallzüchtung und Kristallwachstum (DGKK) hat Georg Müller die Kristallzüchtung in Deutschland aktiv mitgestaltet. So leitete er mehr als 15 Jahre lang den DGKK-Arbeitskreis „Verbindungshalbleiter“. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Wissenschaftspreis 2003 des Stifterverbands der Deutschen Wissenschaft. Die Universität von Timisoara in Rumänien verlieh ihm 2004 die Ehrendoktorwürde. In der Lehre bewies Georg Müller außergewöhnlich hohes Engagement und landete bei der Bewertung der Lehrveranstaltungen durch die Studierenden mehrmals auf den ersten Plätzen. Seine herausragenden Leistungen in der Lehre würdigte im Jahr 2006 das Bayerische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit dem „Preis für gute Lehre“. Als Studiendekan, Senatsmitglied, Vorstandmitglied des Instituts für Werkstoffwissenschaften und Vorsitzender der Studienkommission Werkstoffwissenschaften hat er mehrere Studiengänge aktiv mitgestaltet, etwa bei der Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge in den Werkstoffwissenschaften sowie der Einrichtung des Elitestudiengangs „Advanced Materials and Processes“, als dessen erster Sprecher er fungierte.

Zu dem Symposium, das durch die Teilnahme vieler ehemaliger Absolventen von Professor Müller den Charakter eines "Klassentreffens" hatte, kamen über 70 Teilnehmer, die bis in die frühen Morgenstunden ausführlich über die alten Zeiten philosophierten und die Kontakte untereinander wieder auffrischten.