Fraunhofer IISB

Fraunhofer Institute for Integrated Systems and Device Technology IISB

Kluge Köpfe gesucht! Bewerbungsstart für DRIVE-E 2016

Studentisches Nachwuchsprogramm zur Elektromobilität findet vom 12. bis 17. Juni 2016 an der TU Braunschweig statt – Bewerbung für Studienpreis und Akademie unter www.drive-e.org

Elektromobilität ist einer der spannendsten und zukunftsträchtigsten Bereiche für angehende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft engagierte Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen mit dem DRIVE-E-Programm. Es besteht aus einer einwöchigen Akademie und der Verleihung der DRIVE-E-Studienpreise. 2016 wird außerdem ein Tag dem deutsch-amerikanischen Austausch zwischen Nachwuchswissenschaftlern und Experten gewidmet sein – mit Referenten aus den beiden Ländern.

Weltraumexperiment verbessert Verständnis der Vorgänge bei der Produktion von Solarsilizium

Am 23. Januar 2016 um 9:30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit startete vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Schweden die unbemannte Forschungsrakete TEXUS 53 in den Weltraum. Der zwanzigminütige Flug der 12,5 Meter hohen und 2,6 Tonnen schweren Rakete des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ging auf eine Höhe von 259 Kilometern. Während des Fluges herrschte sechs Minuten lang Schwerlosigkeit. Forscher des Fraunhofer IISB und der Universität Freiburg nutzten diese Zeit, um auf der Rakete einen Siliziumkristall ohne Einfluss von Gravitation zu züchten. Das Experiment mit der Kurzbezeichnung ParSiWal-II („Bestimmung der kritischen Einfanggeschwindigkeit von Partikeln bei der gerichteten Erstarrung von Solarsilizium im Weltall“) hilft dabei, die Herstellung von Siliziumkristallen für die Photovoltaik auf der Erde besser zu verstehen. Nach dem Flug von TEXUS 53 brachte ein Fallschirm die Nutzlasten wohlbehalten zum Boden zurück.

Fraunhofer IISB entwickelt einen der weltweit kleinsten Wechselrichter mit 200 W/in³ und ist Finalist der Google Little Box Challenge

Die Abteilung Fahrzeugelektronik am Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen hat bei der von Google ausgeschriebenen „Little Box Challenge“ das Finale erreicht. Der internationale Wettbewerb hat zum Ziel, den weltweit kleinsten 2-Kilowatt-Solarwechselrichter mit einem Wirkungsgrad von mehr als 95% zu entwickeln, um den Fortschritt bei der Nutzung von regenerativen Energien voranzutreiben. Die IISB-Lösung hat eine herausragende Leistungsdichte von 200 W/in³ und einen Wirkungsgrad von über 96%.

Mit einem innovativen, hochkompakten Design auf Basis von 900 V-SiC-Halbleiterschaltern, die auch hohe Schaltfrequenzen von 140 kHz bei geringen Verlusten erlauben, liegt der Wirkungsgrad der Fraunhofer IISB Little Box über 96%. Durch die mechatronische Integration der Leistungselektronik übertrifft die Entwicklung des auf leistungselektronische Systeme spezialisierten Forschungsinstituts die geforderte Leistungsdichte des Wechselrichters von 50 W/in³ –  inklusive aktiver Luftkühlung, EMV-Filter und Gehäuse – mit den erreichten 200 W/in³ um das Vierfache.